Geschichte

Die kurze Geschichte des Bauhauses
von 1919 bis 1933

Über 160 Studenten

1928: Gropius verließ im April das Bauhaus. Moholy-Nagy, Breuer und Bayer gingen ebenfalls. Neuer Direktor wurde Hannes Meyer. Er will wissenschaftliches Arbeiten und sagt: "Bauen und Gestalten sind eins, und sie sind ein gesellschaftliches Ereignis. Den Kreis unserer Aufgaben schlägt die Gesellschaft." Er will "Volksbedarf statt Luxusbedarf". Die Bauabteilung erhält nun das größte Gewicht. Mart Stam kommt als Gastdozent zu über 160 Studenten. Die Design-Arbeit erreicht ihren Höhepunkt. Lampenfabriken stellen Bauhaus-Modelle her.


Im Mai

1929: Mit Walter Peterhans kam ein Fotograf, der die Werkstatt für Fotografie aufbaute. Der Architekt Alfred Arndt übernahm die Ausbau-Abteilung, die durch die Zusammenlegung der Werkstätten für Tischlerei, Wandmalerei und Metall gebildet wurde. Sie soll dadurch mehr als bisher dem Bau zur Seite stehen. Unter Klee und Kandinsky werden selbstständige Malklassen eingerichtet. Die Bauhaus-Bühne macht eine Tournee. Eine Wanderausstellung informiert über das Bauhaus. Oskar Schlemmer, Leiter der Werkstatt für Wandbildmalerei, Holz- und Steinbildhauerei, geht nach Breslau. Für die Bundesschule der Gewerkschaft in Bernau ist im Mai das Richtfest. Alle Werkstätten sind unter Meyers Leitung an diesem Projekt beteiligt.


Unpolitischer


Die Briefmarke zeigt Ludwig Mies van der Rohe
© gemeinfrei

1930: Das Leben im Bauhaus und um das Bauhaus herum wurde zunehmend durch die Politik polarisiert. Hannes Meyer, der stark links ausgerichtet war, wurde entlassen. Obwohl er auch Erfolg hatte. So konnte die Produktion der Werkstätten rationalisiert und gesteigert werden, was auch finanziell einträglich war. Viele seiner Freunde und Schüler zogen mit ihm. Neue Bauhausprodukte wurden auf Industrieausstellungen gezeigt, die Popularität wuchs. Ludwig Mies van der Rohe wurde der neue Bauhaus-Direktor. Der Unterricht wurde umstrukturiert und unpolitischer. Die von Gropius, Moholy-Nagy, Bayer und Breuer arrangierte Ausstellung des Deutschen Werkbundes in Paris wurde zu einer viel beachteten Demonstration der Bauhaus-Kunst. In Kooperation mit der Tapetenfabrik Gebr. Rasch in Bramsche kam die Bauhaus-Tapete auf den Markt und wurde ein Erfolg.

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