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Frankfurt am Main ist mit über 650.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes Hessen. Damit ist die Banken- und Kulturmetropole die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Die ehemalige mittelalterliche Freie Reichsstadt, die für ihre Messen bekannt ist, war auch die Wahl- und Krönungsstadt deutscher Kaiser.
Von 1816 bis 1866 war Frankfurt Sitz des Deutschen Bundes. Das erste frei gewählte deutsche Parlament tagte hier 1848 und 1849.
In der Straße Großer Hirschgraben, in der einst Johann Wolfgang von Goethe im Sommer 1749 geboren wurde, befindet sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Das Goethe-Haus, das im 2. Weltkrieg zerbombt wurde, befindet sich nun im Großen Hirschgraben 23 und wird jedes Jahr von über 100.000 Interessierten besucht.
 Von hier kommt Goethe. (SoSo-Agt.)
Das Literaturhaus Frankfurt wurde 1989 von Frankfurter Bürgern gegründet. Nicht nur zur Buchmesse veranstaltet es Autorenlesungen, literarische Veranstaltungen und Ausstellungen. Weitere Lesungen hält dort auch der Stiftungs-Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.
Frankfurt besitzt die Staatliche Hochschule für bildende Künste (hervorgegangen aus der 1817 gegründeten Städelschule) und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen (PTH Sankt Georgen) wird in Frankfurt durch die „Gesellschaft Jesu“ (Jesuiten) mit einem angeschlossenen Priesterseminar und Jesuitenkolleg getragen.
Frankfurt am Main bietet viel Kultur mit Literatur, Theatern und Musik in allen Variationen. Über 50 Museen locken Besucher an. Allein am Frankfurter Museumsufer befinden sich sieben große Museen:
- Städtische Galerie Liebieghaus: griechische und römische Skulpturen aus dem Europa der Antike und auch aus Ägypten.
- Das Städelsche Kunstinstitut: Gemälde, graphische Sammlung, Druckgrafiken und Skulpturen, Präsenzbibliothek, Kunstbuchhandlung.
- Museum für Kommunikation: Geschichte der Kommunikation.
- Deutsches Architekturmuseum: international beachtete Sonderausstellungen.
- Deutsches Filmmuseum: Ausstellungsstücke aus der Filmgeschichte, Informationen zur Filmproduktion. Jährlich vier Sonderausstellungen. Kommunales Kino.

- Museum der Weltkulturen: Objekte aus Ozeanien, Australien, Südostasien, Amerika, Afrika und Europa. Ausstellungen von zeitgenössischen Werken indianischer, afrikanischer, ozeanischer und indonesischer Künstler.

- Museum für Angewandte Kunst: Buchkunst und Graphik, Islamische Kunst, Kunst und Kunsthandwerk Ostasiens, aber auch Design.
Weitere Museen sind auch in der Frankfurter Altstadt zu besuchen. Das Museum des Struwwelpeter-Schöpfers Heinrich Hoffmann wartet im Frankfurter Westend in der Schubertstraße, wo man Wissenswertes über den Nervenarzt und sein berühmt-berüchtigtes Kinderbuch erfahren kann.
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Die Frankfurter Buchmesse findet jährlich an fünf Tagen im Oktober statt. Rund 300.000 Besucher können sich an den Ständen von über 7.000 Ausstellern aus mehr als 100 Ländern über die neuesten Trends auf dem Buchmarkt informieren. Mit steigender Tendenz. Denn auch in Jahren, in denen viele andere Branchen Einbußen zu beklagen haben und die Besucher- und Ausstellerzahlen der internationalen Messen eher rückläufig sind, behauptet sich der Buchmarkt. Eine Wissensgesellschaft kann auf Weiterbildung und Bücher nicht verzichten. Und: Der Buchmarkt wird durch neue Entwicklungen erweitert: Vor allem der innovative Bereich der Hörbücher gewann in den letzten Jahren viele Nutzer. Lesen und Lauschen sind und bleiben gefragt: Geschichten sind ein Grundnahrungsmittel für den Geist. Das E-Book steht vor der Türe. Dass die Frankfurter Buchmesse darüber hinaus auch ein Großereignis mit kulturpolitischer Bedeutung ist, zeigt das jährliche Stelldichein der Politiker.
 Aus der ganzen Welt kommen die Buchmesse-Besucher. (SoSo-Agt.)
Das Hauptaugenmerk der herbstlichen Buchmesse liegt auf der geschäftlichen Ebene. Hier treffen sich Verleger, Agenten, Buchhändler, Bibliothekare, Wissenschaftler und viele mehr, um sich über die neuesten Trends zu informieren, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte abzuschließen. Deswegen ist die Buchmesse auch von Mittwoch bis Freitag den Fachbesuchern vorbehalten, lediglich am Wochenende öffnet sie ihre Tore auch für alle Besucher.
 Geschäfte mit Literatur. (SoSo-Agt.)
Der Vertrag, mit dem sich die Frankfurter Buchmesse als Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum Standort Frankfurt bekennt, wurde bis 2022 verlängert. Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth ist überzeugt: "Für internationale Leitmessen beweist sich Frankfurt immer wieder als idealer Standort. Hinsichtlich seiner Lage im Herzen Europas sowie seiner Infrastruktur, mit einem der größten Flughäfen weltweit, kann man sich keinen besseren Standort für die Buchmesse vorstellen. Auch unser absolut zeitgemäßes Messegelände bietet perfekte Voraussetzungen für die Buchmesse. Ihr dauerhafter Verbleib ist auch eine nachdrückliche Bestätigung für die Literaturstadt Frankfurt." Prof. Dr. Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ergänzte: "Die Frankfurter Paulskirche und die Frankfurter Buchmesse liegen nur ein paar Schritte voneinander entfernt. Friedenspreis und Buchmesse, Geist und Geld, Kultur und Handel sind das unverwechselbare Zeichen der Stadt Frankfurt am Main. So ist Frankfurt seit 60 Jahren Mittelpunkt des deutschen Buchlebens und wird das auch weiterhin sein."
 Interessante Kontakte. (SoSo-Agt.) |
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