Geschichte
Nachwirkung des Bauhauses

Gebäude am Lake Shore Drive in Chicago, entworfen von Mies van der Rohe
© JeremyA / Wikipedia
Viele Bauhäusler wurden von der braunen Diktatur aus Deutschland vertrieben. Man traf sie - wie Itten und Stölzl – wieder in der Schweiz, in England, in Australien und vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, wohin Walter Gropius, Josef Albers, Herbert Bayer, Marcel Breuer, Lyonel Feininger und László Moholy-Nagy ihren Wohnsitz verlegten. Sie gingen an Universitäten, in Werbefirmen als künstlerische Berater oder arbeiteten als Architekten. Über 250 Studenten von Gropius an der Harvard University in Cambridge/USA wurden später ebenfalls Professoren an den verschiedensten Hochschulen. Durch Mies van der Rohe entstand die material- und strukturbewusste Chicagoer Architektur.nationalsozialistischen Ideenwelt stehen. Die Lehrer-Konferenz beschließt unter diesen Umständen im Juli das Ende des Bauhauses in Deutschland. Einige Lehrer und Schüler emigrieren.
Die Auswirkungen des Bauhauses waren nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika zu beobachten, sondern auch in europäischen Ländern, im fernen Osten und in Israel. Besonders in der Kunsterziehung setzten sich die Bauhaus-Einflüsse in vielen Ländern durch. Speziell die Vorkurs-Pädagogik wurde gern übernommen.

Das "Illinois Institute of Technology" in Chicago
© Jeremy Atherton / Wikipedia
László Moholy-Nagy gründete 1937 in Chicago das sogenannte "New Bauhaus", getragen von "The Association of Arts and Industries". Berater war Walter Gropius. 1938 musste es wegen fehlender Finanzen geschlossen werden. Daraufhin gründete Moholy-Nagy das "Institute of Design". Bald wurden Patente für Geräte angemeldet. Nach dem Tod von Moholy-Nagy existierte die Schule weiter und wurde 1956 in das "Illinois Institute of Technology" eingegliedert.
Der schweizerische Bauhaus-Absolvent Max Bill wollte als Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung in Ulm, die 1950 gegründet wurde, an die Tradition des Bauhauses anschließen. In die Konzeption des Unterrichts waren Soziologie, Zeitgeschichte und andere gesellschaftspolitische Fächer einbezogen. Die Studenten arbeiteten mit den Lehrern an Aufgaben aus der Praxis. Nach seinem Abschied wurde dieses Institut immer mehr zur Designschule.
In der DDR wurde das Bauhaus zuerst nicht gewollt. Später wurde an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar ein "Ständiger Arbeitskreis Bauhausforschung" eingerichtet. In der ehemaligen Tschechoslowakei, in Polen und Ungarn wurden die Bauhaus-Ideen interessiert aufgenommen.













