Tätigkeitsfelder
Malerei und Webkunst
Malerei: Bedürfnis
Am Anfang war die bildende Kunst im Bauhaus das belebende und bestimmende Element. Vom expressionistischen bis zum abstrakten Motiv wurde die Fläche ausgefüllt. Leute wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Johannes Itten, Lyonel Feininger, Georg Muche und Oskar Schlemmer trugen zum Stilwandel der Kunst im 20. Jahrhundert bei. Während Klee die gestalterischen Elemente analysierte, untersuchte Kandinsky die Möglichkeiten geometrisch-konstruktiver Gestaltung. Itten legte Wert auf die Stimmung der Farben und die Freiheit der Kunst. Schlemmer scheute sich nicht, symbolisierte Menschen mit kräftigen Farben darzustellen. In der Abteilung Wandmalerei wurden auch Tapeten-Muster entwickelt. Durch das Bedürfnis nach einer preiswerten Wandbekleidung mit einer "eigentümlichen Farbigkeit" und einer "Textur der getönten Fläche" entstand eine neue Behandlung von Wand und Raum. Übertragen von der Wandmalerei auf das Papier, wurde dies auf dem Weg über die mechanische Vervielfältigung erreicht. Die Glasmalerei, bei der auch die bunten Fenster für das Ullstein-Verlagsgebäude in Berlin entstanden, wurde Anfang 1924 der Werkstatt Wandmalerei angegliedert.
Webkunst: Anfang

Wurde in der Bauhaus-Webkunst eingesetzt: Jacquardwebstuhl
© Markus Schweiß /
Wikipedia
Die Motive der geometrisch-abstrahierenden Malerei wurden für die Webkunst des Bauhauses übernommen. Kein Wunder, Paul Klee war hier neben Muche Formmeister. Es waren vor allem Frauen wie Gunta Stölzl, Otti Berger und Anni Albers, die in der Weberei Teppiche entwarfen und als handgewirkte Gobelins oder am Webstuhl ausführten. Am Anfang war das schwierig, denn Webstühle waren teuer und daher knapp. In der Dessauer Ära setzte sich die Meinung durch, dass die Entwurfsarbeit die Zukunft für die serielle Fertigung wäre. Unzählige Stoffproben für Meterware wurden gewebt. Außer dem Schaftwebstuhl wurde auch der Jacquardwebstuhl für komplizierte Muster eingesetzt.













