Unbekanntes Bauhaus
Hugo Junkers
Fliegender Mensch

Flugzeugbauer Hugo Junkers
© Deutsches Bundesarchiv / Wikipedia
Wenn man vom Höhenflug der Bauhaus-Kunst schreibt, könnte man an Hugo Junkers denken. Der Ingenieur, Erfinder und Flugzeugbauer Junkers stand neuen Ideen aufgeschlossen gegenüber. Schon 1923 hatten Junkers-Leute im Haus am Horn von Weimar, ein Versuchsgebäude des Bauhauses, Warmwasser-Geräte eingebaut. Junkers stellte auch Gasheizlüfter und Gasbadeöfen her. Er sorgte für ein fortschrittliches Klima in Dessau und war daher für die Ansiedlung des Bauhauses, das neue Ideen bei einer Zusammenarbeit bringen konnte.
Der expressionistische Maler Friedrich Peter Drömmer, der als Werbemann bei Junkers angestellt war, machte seinen Chef um 1920 auf die Bauhaus-Leute aufmerksam. Von ihm stammt das Junkers-Logo mit dem fliegenden Menschen. Stahlrohrmöbel, mit Hilfe durch Junkers‘ Betrieb von Marcel Breuer entwickelt, wurden in Junkers‘ Verkehrsflugzeuge eingebaut. Techniker und Künstler ergänzten sich, stellte Walter Gropius begeistert fest. Junkers, der das erste Ganzmetallflugzeug, die „Ju 1“, konstruiert hatte, plante mit den Bauhaus-Leuten Serienhäuser mit Metallrahmen. Bald war Junkers‘ Firma beim Bau von Metallhäusern führend. Besonders Hochhäuser und Glaspaläste benötigten Metall. Am Dessauer Flugplatz sollten um 1930 an die 20.000 Wohnungen mit Junkers-Metallbauteilen entstehen. Ludwig Mies van der Rohe saß dazu mit seinen Studenten über den Plänen. Es kam jedoch nicht dazu. Das Bauhaus wurde geschlossen. Junkers arrangierte sich nicht wie viele andere Unternehmer mit den Nationalsozialisten und musste sein Werk in Dessau im Stich lassen.













