Lehrer
Georg Muche
Demonstrations-Objekt
„Georg Muche, 1895 geboren in Querfurt, absolvierte ein Studium der Malerei in München, an der privaten Ažbe-Kunstschule. Dann zog er nach Berlin und lernte an der Spree die Künstler kennen, die zum Kreis der Avantgarde-Galerie „Der Sturm“ gehörten. Er malte im expressionistischen Stil. 1916 hatte er mit den Sturm-Künstlern Max Ernst, Paul Klee und Alexander Archipenko eine Ausstellung.

Stellte mit Georg Muche zusammen aus: Max Ernst, hier mit Willy Brandt 1972
© Deutsches Bundesarchiv / Wikipedia

Das Stahlhaus von Georg Muche und Richard Paulick in Dessau
© Thomas Guffler / Wikipedia
Er wurde an der zum „Sturm“ gehörenden Kunstschule Lehrer. Im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges kam er zum Militär. Nach Kriegsende hatte er Kontakt zu den Dadaisten. 1920 wurde er von Walter Gropius als Lehrer zum Bauhaus nach Weimar gerufen. Er hielt Vorkurse und war von 1921 bis 1927 Form-Meister der Weberei. Er leitete die erste Bauhaus-Ausstellung, die 1923 gezeigt wurde. Unter Muches Leitung wurde das „Haus am Horn“ als Demonstrations-Objekt für das Können der Bauhaus-Schüler entworfen. Mit dem Architekturstudenten Richard Paulick entwarf er 1926 ein Haus aus vorgefertigten Stahlplatten in Dessau.
Obwohl seine Werke in Breslau als entartete Kunst beschlagnahmt wurden, gelang es Muche, nach Aktivitäten an der Itten-Schule in Berlin und als Kunstprofessor an der Akademie in Breslau, sich im Dritten Reich irgendwie als Lehrer an der Textilschule von Krefeld durchzuschlagen, an der er bis 1958 blieb. Nach dem Untergang des „Tausendjährigen Reiches“ stellte Georg Muche 1955 bei der ersten Documenta in Kassel aus. Als freier Maler und Grafiker lebte er von 1960 bis zu seinem Tod 1987 in Lindau am Bodensee.
Ein bekannteres Bild von Georg Muche ist das Werk „Zwei Eimer“, gemalt 1923 mit Ölfarben auf eine Hartfaserplatte.













