Tätigkeitsfelder
Fotografie
Sprünge
Eine große Rolle spielte die Fotografie als neue Kunst-Richtung am Anfang des Bauhauses nicht. Nur Moholy-Nagy machte sich mit Fotogrammen, Fotos ohne Kamera, bemerkbar.

Beispiel für ein Fotogramm
© Oliver Spalt / Wikipedia
Vier Jahre nach der Bauhaus-Gründung wurde die Fotografie als das ideale Medium für "neues Sehen" und "reine Gestaltung des Lichts" anerkannt. Interessant wurde die neue Kunst-Technik mit extremen Bildausschnitten, Montagen, Collagen und Mehrfachbelichtungen. Schrift mit Bild kombiniert wurde zum Typofoto. Die Bedeutung für die Werbung wurde erkannt. Nach einem Tanzabend mit Gret Palucca setzte Kandinsky die fotografierten Sprünge in Bilder um. 1925 brachte die Firma Leitz mit der Leica die erste Kleinbildkamera auf den Markt. Vier Jahre später wurde unter der Leitung von Walter Peterhans ein Fotolehrgang eingerichtet. Lucia Moholy, die Frau von László Moholy-Nagy, wurde als Journalistin und ausgebildete Fotografin mit ihren Ablichtungen zur Bauhaus-Reporterin. Ihre Bilder sind es, die das Image des Bauhauses ausmachten. Erst 1929 bot der Fotograf Walter Peterhans ein Fotostudium an. László Moholy-Nagy experimentierte auch mit dem Film, der in dieser Zeit einen großen Aufstieg erlebte. Man denke nur an die Stummfilme "Metropolis" und "Das Cabinet des Dr. Caligari", deren Ausstattung durchaus von Bauhauskünstlern stammen könnte. Manche Lichtspiel-Paläste wie das Universum in Berlin bekommen ein futuristisches Aussehen.













