Erinnerung
Das Bauhaus in Weimar: Heute über 30 Lehrgänge
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich die Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar. 1954, als noch die DDR existierte, wurde daraus die Hochschule für Architektur und Bauwesen. Seit 1996 ist sie die Bauhaus-Universität-Weimar. Wie einst bei Gropius wird erneut die Einheit von Kunst und Technik angestrebt. Die Universität hat ein breites Spektrum von über 30 Lehrgängen: von der Freien Kunst über Design, Web-Design, Visuelle Kommunikation, Mediengestaltung und Kultur bis zu Architektur, Bauingenieurwesen, Baustoffkunde, Verfahrenstechnik und Umwelt bis zum Management.
Das Bauhaus in Dessau: Ort der Gestaltung

Der Eingangsbereich des Bauhauses Dessau
© Gaf.arq / Wikipedia
Am Ende des Zweiten Weltkrieges brannte nach einem Luftangriff das Bauhaus-Gebäude teilweise aus. 1976, in der damaligen DDR wurde es restauriert. Ab 1977 wurde einige Räume durch das neu gegründete Wissenschaftlich-Kulturelle Zentrum genutzt. Die Sammlungstätigkeit zur Geschichte des Bauhauses begann. 1986 wurde das Bauhaus als Zentrum für Gestaltung eröffnet. Die Gründung der Stiftung Bauhaus Dessau mit den Bereichen Werkstatt, Sammlung und Akademie erfolgte 1994. Im September 1999 wurde das Bauhaus Kolleg eingerichtet, die Stiftung Bauhaus Dessau wurde wieder zum Ort der Gestaltung, der Forschung und der Lehre der experimentellen Gestaltung.
Man beschäftigt sich hier insbesondere mit dem Thema Stadt: "ihren Widersprüchen und ihrer kulturellen Kraft im Spannungsfeld zwischen Bevölkerungsentwicklung, Globalisierung und technologischer Revolution".
Das Bauhaus-Archiv in Berlin: Geschützt
Nach der Gründung des Vereins Bauhaus Archiv e.V. im Mai 1960, wurden 1961 in Darmstadt die ersten Arbeitsräume für ein Bauhaus-Archiv eröffnet. 1968 wurde die Wanderschau "50 Jahre Bauhaus", die um die Welt ging, in Stuttgart mit Walter Gropius und weiteren Bauhäuslern eröffnet. Ab 1971 richtete man Archiv-Räume in Berlin-Charlottenburg ein. 1976 wurde der Grundstein für den von Gropius geplanten markanten Museumsbau am Berliner Landwehrkanal gelegt. Bauhaus-Produkte wurden unter dem geschützten Namen wieder hergestellt und vertrieben. 1977 wurde das Bauhaus-Archiv mit Ausstellungen mit dem "New-Bauhaus"-Angehörigen György Kepes, einem ungarischen Maler und Architekten, sowie Irena Blühova, die bei Peterhans Fotografie studiert hatte, eröffnet. Im Berliner Bauhaus-Archiv befindet sich die umfangreichste Sammlung zur Geschichte der Schule. Sie steht jedem Interessierten offen. Bei Sonderausstellungen werden Künstler und ihre Werke vorgestellt oder Themenbereiche aus Kunst, Architektur und Design der Moderne gezeigt.













