Tätigkeitsfelder
Design und Typografie
Design: Rasierspiegel
Die freie Kunst wandelte sich zum Design, als unter Hannes Meyer in Dessau die Hinwendung der Gestaltung zur industriellen Brauchbarkeit Vorrang bekam: "Die Durchführung praktischer Versuchsarbeit, besonders für Hausbau und Hauseinrichtung, sowie die Entwicklung von Modelltypen für Industrie und Handwerk." Alle Bevölkerungsschichten sollten sich geschmack- und qualitätsvolle Dinge leisten können. Zur Vermarktung der Bauhaus-Modelle wurde die Bauhaus GmbH gegründet. Zahlreiche Bauhaus-Objekte zählen zu den Klassikern der Design-Geschichte des 20. Jahrhunderts. In der Metall-Werkstatt entstanden Schmuck, aber auch Gebrauchsgegenstände wie Mokka-Maschinen, Saucieren, Teekugeln, Stehlampen oder Rasierspiegel.

Ein Freischwinger von Marcel Breuer
© Dibe / Wikipedia
In der Tischlerei wurden Möbel entwickelt: Armsessel, Freischwinger, Zeitschriftenablage, Wiege, Stahlrohrhocker, Frisiertisch. Der Stahlrohrsessel mit Rohrgeflecht, entworfen von Mart Stam, ging bei Thonet in Produktion. Die Tischlerei wurde mit der Metallwerkstatt verbunden und dann Ausbau-Werkstatt genannt.
Typografie: Notgeld
"Die Typografie muss eine klare Mitteilung in der eindringlichsten Form sein", schrieb László Moholy-Nagy. Vereinfachte Schriften wurden angestrebt. Der Grafikdesigner Herbert Bayer: "Leider verwirrt heute eine erdrückende Menge so genannter Charakter- und Künstlerschriften." Briefbogen, Kuverts, Titelseiten, Handzettel, Schutzumschläge, Reklame, Prospekte, Werbeschilder, Leuchtschriften, Plakate und Notgeld wurden mit einer serifen-, ornament- und schmucklosen Bauhaus-Schrift gestaltet.













