Tätigkeitsfelder
Bühne und Ausstellungsgestaltung

So koventionell darf man sich das Bauhaus-Ballett nicht vorstellen
© Rick Dikeman / Wikipedia
Bühne: Triadisch
"Das Rezept, nach dem die Bauhausbühne verfährt, ist sehr einfach: man sei so unvoreingenommen wie möglich. Man nähere sich den Dingen, als wäre eben erst die Welt erschaffen worden", formulierte Oskar Schlemmer seine Ansicht von der Bühnen-Kunst. Der Dramaturg Lothar Schreyer meinte in seiner "1. Mitteilung": "Das Bühnenwerk wirkt Leben, wie Leben Leben wirkt. Die Kunde des inneren Menschen weckt den inneren Menschen". Entworfen und geschaffen wurden Figuren-Pläne zu einem "triadischen Ballett", das die Zahl 3 als Ursprung hatte. Tanzdiagramme für einen Gestentanz entstanden. Masken und Marionetten, transparente Wände und reflektorische Lichtspiele wurden gestaltet. Maskenkram wurde als Witz empfunden. Statt Gondeln kamen Klappbetten auf die Bühne. Große Oper sollte zeitgenössisch sein. Das Mechanische Ballett wurde entwickelt. Das Verhältnis Mensch-Maschine wurde behandelt. Das Bauhaus-Theater unternahm 1929 eine Tournee durch Mitteleuropa.
Ausstellungsgestaltung: Ersparnis
Die Bauhaus-Künstler scheuten sich nicht, bei diversen Ausstellungen und Messen die Stände von Firmen zu gestalten. Hier wurden ungewöhnliche optische Mittel eingesetzt: Buchstabenrauch, Straßenbahnhaltestelle, Lautsprecher und Filmprojektion. "Ersparnis an Arbeit" und "reiche Abwechslung" waren die Slogans, die bei einer Messe der Konserven-Industrie in der klar konstruierten Schrift der Reklame-Abteilung des Bauhauses unter Leitung von Joost Schmidt eingesetzt wurden.













