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Eingebettet in den Duft frisch gebrühten Kaffees wabern sie umher, die Begriffe, die sich um das Phänomen der Jahrhundertwende ranken.

Mal laut und schrill, mal ganz leise und unterschwellig schwirren sie einem um den Kopf: Paris, Berlin und Wien; Historismus und Jugendstil, Wiener Moderne und Secession, Sigmund Freud und die Entdeckung der Nerven, hysterische Heldinnen und dekadente Künstler, launige Operetten und atonale Musik.

Nicht wenigen ist das alles viel zu viel und nicht nur in philosophischen Kreisen stellt man sich die Frage, ob das Ich in all dem Wirrwarr nicht längst schon verloren ist, ja, ob es überhaupt noch einen Weg aus der Krise gibt, die in fast allen Lebensbereichen spürbar ist.

Grund genug also, die verschiedenen Ingredienzien der schillernden Zeit der Jahrhundertwende zu separieren und genauer zu betrachten.

Nur um am Ende zu verstehen, dass erst alles auf einmal ? laut, leise, schrill, ernst, brav und morbide ? das gewisse Etwas ergibt, das den immerwährenden Reiz dieser besonderen Zeit ausmacht.